7% der Gesamtbevölkerung in Deutschland leiden an der Volkskrankheit Osteoporose. Von diesen etwa 6 Millionen Deutschen über 50 Jahren sind Frauen zwei- bis dreimal häufiger betroffen als Männer, die in der Summe jährlich etwa 405.000 Knochenbrüche erleiden, die zu einem Viertel die Wirbelsäule betreffen. Da sich statistisch die Population der westlichen Länder ähnlich verhält, schätzt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Osteoporose bereits heute als eine der weltweit zehn häufigsten Krankheiten ein und geht davon aus, dass sich die Anzahl der Erkrankten in den nächsten 40 Jahren verdoppeln wird. Denn bei weniger als 25% der Betroffenen wird die Krankheit rechtzeitig erkannt und die Wahrscheinlichkeit nach einem osteoporosebedingten Knochenbruch einen weiteren zu erleiden, steigt auf das zwölffache. Die Faktoren, die zu einer Osteoporose führen können, werden im Wesentlichen in beeinflussbare und nicht beeinflussbare unterteilt. Vererbbare Erkrankungen wie Diabetis mellitus I, Rheuma, Hormonstörungen, Anämien und Schiddrüsenüberfunktion können von den Betroffenen ebenso wenig unterbunden werden, wie die Menopause und dauerhafte Cortisoneinnahme. Hingegen können Lebensgewohnheiten wie Alkoholismus, Untergewicht (BMI<20), Bulimie, Kalziumund Vitamin D-Mangel, Rauchen und Bewegungsmangel eine Osteoporose begünstigen. Maßgeblich für die Krankheit ist die Abnahme des T-Scores als Maß der Knochendichte, der im Vergleich zu einem gesunden, jungen Menschen gleichen Geschlechts unter 2,5 Einheiten gesunken ist. Im ca. 30. Lebensjahr hat die Knochendichte ihren Höchstwert, die künftig um 1,5% wieder abnehmen wird, da sich das Verhältnis von Osteoblasten und Osteoklastenen (knochenaufbauende und –abbauende Substanzen) verschiebt.