| Teltower Technologietag will Kontakte zu Kliniken vermitteln
Teltow – „Medizintechnologie aus Berlin und Brandenburg ist bereits heute konkurrenzfähig zu den großen internationalen Anbietern“, sagt Harald Mylord vom Zentrum für Medizintechnik Berlin (TSB Medici) in Vorbereitung auf den am 8. April geplanten Technologietag in Teltow. In speziellen Bereichen seine die Unternehmen aus der Region der internationalen Konkurrenz sogar um Nasenlängen voraus. Frank Kniep, Geschäftsführer der SOMATEX® Medical Technologies GmbH in Teltow und Mitinitiator des diesjährigen Technologietages, beklagte in diesem Zusammenhang allerdings, dass die Absatzchancen für heimische medizintechnologische Produkte in der Region deutlich schlechter seien als auf dem internationalen Markt. „Bei vielen Kliniken erschweren bestehende Verträge einen Einkauf von Produkten aus der Region“, so seine Erfahrungen.
Mit 120 Kliniken in Berlin und Brandenburg und einem Gesamt-Einkaufsvolumen für Medizintechnologie von 500 bis 600 Millionen Euro jährlich sei der Markt durchaus interessant für Unternehmen aus der Region, bestätigte Harald Mylord von TSB Medici. Mylord sieht die zögerliche Einkaufspolitik der Kliniken vor allem in den Sparzwängen der Gesundheitsreform begründet, hier könnten die großen internationalen Anbieter mit ihren umfangreichen Produktpaletten einen „Einkauf aus einer Hand“ bieten – zu entsprechenden Konditionen. Allerdings arbeiteten auch Unternehmen in der Region längst nicht mehr als Einzelkämpfer. Zusammenschlüsse und Kooperationen decken bereits eine breite Palette von Produkten ab.
Daneben bietet die Nähe zu den Herstellern die Möglichkeit eines flexiblen Services. Kliniken haben auch die Chance, Produkte und Verfahren mitzugestalten – etwa über eine Kooperation, wie sie zwischen dem Ernst-Bergmann-Klinikum Potsdam und SOMATEX® Medical Technologies Teltow bei der Entwicklung neuer Instrumente für die Stabilisierung geschädigter Wirbelkörper stattfand. Der Technologietag Teltow des Unternehmerverbandes Brandenburg und der Wirtschafts- und Mittelstandsvereinigung der CDU (MIT) will nun weitere Kontakte vermitteln. |