Zwischen dem 40ten und 45ten Lebensjahr beginnt bei jedem Menschen ein allmählicher Abbau der Knochensubstanz. Bei Osteoporose-Kranken ist dieser natürliche Abbauprozess stark beschleunigt. Gleichzeitig ist der Aufbauprozess der Knochen gebremst, da der wichtige Knochenbaustoff Kalzium nicht mehr in ausreichendem Maße eingelagert wird. Die Knochen werden instabil. Betroffen von Osteoporose sind vor allem Frauen über Fünfzig. Ursache ist meist der mit den Wechseljahren einsetzende Östrogenmangel, denn das weibliche Sexualhormon hat eine wichtige Funktion bei der Einlagerung von Kalzium in die Knochen.
Insgesamt leiden in der Bundesrepublik derzeit rund 8 Millionen Menschen unter Osteoporose. Darunter zunehmend auch Männer, die etwa auf Grund erblicher Vorbelastung, Fehlernährung, Bewegungsmangels oder übermäßigen Alkohol- oder Nikotinkonsums erkranken.
Osteoporose-Kranke haben ein erhöhtes Risiko von Knochenbrüchen, typisch sind Frakturen des Oberschenkelhalses und der Handgelenke. Daneben gibt es aber häufig auch Wirbelverletzungen, die nicht selten zu Verformungen der Wirbelsäule führen - bekanntestes Beispiel hierfür ist der „Witwenbuckel“. |