Zweiter Technologietag am 8. April in Teltow / Über 200 Anmeldungen
Weit mehr als 200 Teilnehmer haben sich für den zweiten Technologietag
am 8. April angesagt. Damit ist die Resonanz schon jetzt größer als im Vorjahr, stellte gestern Norbert
Gölitzer befriedigt fest, Bezirksgeschäftsführer des Unternehmerverbandes Brandenburg. Diesmal steht
das Ereignis von 9 bis 17 Uhr unter dem Titel "Medizintechnik im Fokus". Unter den 28 Ausstellern wird
es allein 13 zu diesem Schwerpunktthema geben, zudem haben schon 35 Vertreter von Firmen und
Institutionen aus dieser Branche ihr Kommen bestätigt.
Neben 50 Schülern aus den Gymnasien und vom Oberstufenzentrum werden außerdem auch
Teilnehmer aus weiteren Wirtschaftszweigen, aus Wissenschaft und Forschung sowie aus Verwaltung
und Politik erwartet - darunter die Wirtschaftsstaatssekretäre von Berlin und Brandenburg. Für die
Politiker soll der Technologietag zudem eine spezielle Botschaft bereit halten, so Gölitzer: "Ein
gemeinsames Bundesland Berlin-Brandenburg wird im globalen Wettstreit der Regionen besser
bestehen." Und zudem müsse die Teltower Region im Zuge der Strukturreform ebenfalls als regionaler
Wachstumskern ausgewiesen werden.
Dass dies berechtigt wäre, soll auch der 8. April zeigen. Ziel ist es u.a., eine Plattform zu bieten, um
Medizintechnik-Hersteller, Wissenschaftler und Klinik-Vertreter zusammenzubringen. Denn wie Harald
Mylord, TSB medici, deutlich machte, gäbe es zwar zahlreiche regionale Unternehmen, die auf dem
Weltmarkt konkurrenzfähig sind, aber relativ wenig Umsatz in den 120 Kliniken in Berlin und
Brandenburg machen. Dort hätten vor allem Firmen aus Westdeutschland und dem Ausland den Fuß in
der Tür. Und das, obwohl die Produkte heimischer Anbieter oft genauso gut oder besser seien. Somit
will man mit dem Technologietag die Möglichkeit bieten, dass die Chefeinkäufer großer Kliniken mit den
Firmen ins Gespräch kommen. Denn allein in Berlin gäbe es auf diesem Sektor einen Umsatz von rund
600 Millionen Euro. Würden regionale Firmen mehr daran beteiligt, hätte dies positive Auswirkungen
auf die Arbeitsplatzsituation hierzulande, stellt sich Mylord vor.
Ein Weg in diese Richtung ist auch das Netzwerk "medtecnet". Vor dem Hintergrund, dass auf den
Kliniken ein enormer Kostendruck lastet, sie künftig mehr um Patienten werben müssen, soll die
Zusammenarbeit zwischen Kliniken und Firmen insbesondere auf dem Gebiet der Forschung und
Entwicklung intensiviert werden. Ziel ist es, dass sich Produkte stärker am Bedarf von Kliniken und
Ärzten orientieren - verbunden mit einer Verbesserung der Wettbewerbssituation der Krankenhäuser.
Denn Andreas Pachten von der Zukunftsagentur rechnet damit, dass etwa ein Drittel von ihnen in den
nächsten Jahren aufgeben muss, vornehmlich in Berlin.
Wie viele andere Firmen macht auch SOMATEX® einen Großteil seines Umsatzes im Ausland, ist aber
trotzdem recht gut in der Region vertreten. Geschäftsführer Frank Kniep berichtet von
Entwicklungsprojekten etwa in Berlin mit der Charité und dem Benjamin-Franklin-Klinikum sowie in
Potsdam mit dem "Ernst von Bergmann". Nach Ansicht von Pachten müssten solche
Forschungskooperationen in der Region verstärkt werden. Daraus ergäben sich auch
Einnahmepotentiale für die Kliniken. Er bezeichnet die Teltower Region gar als Hot-Spot im Bereich
Medizintechnik.
Der Technologietag mit Ausstellung und Vorträgen findet am 8. April von 9 bis 17 Uhr im Teltower
Hotel Courtyard by Marriott, Warthestraße 20, statt. Anmeldungen sind möglich unter 0331/81 03 06.
Der Besuch der Ausstellung ist kostenlos.
Infos: www.technologietagteltow.de |