Bei einem Besuch der SOMATEX® Medical Technologies GmbH informierte sich Innenminister Jörg
Schönbohm über neue Entwicklungen in der Medizintechnologie. Frank Kniep, General Manager
des Brandenburger Medizintechnik-Entwicklers, gab einen kurzen Einblick in die umfangreiche
Produktpalette von medizinischen Einmal-Instrumenten und umriss kurz den rasanten
Werdegang des Unternehmens, das 1992 "neben einer Garage im Spreewald" mit der
Produktion von Kanülen begonnen hatte.
Besonders beeindruckt zeigte sich der Minister auf seinem Rundgang durch die Verwaltungsund
Produktionsräume von der "Vielfalt des Angebots" und von dem besonderen "Spirit" des
mittelständischen Unternehmens. Auch in den Gesprächen mit den Mitarbeitern von SOMATEX® sei
der Wille zur Innovation allgegenwärtig gewesen: "Jeder hier spürt genau, wofür er da ist."
Schwerpunkt des Besuchs des Innenministers war die Präsentation der in Deutschland noch
neuen Behandlungsmethode der Vertebroplastie. Dieses minimal invasive Verfahren ermöglicht
es, beschädigte Wirbelkörper wieder so zu stabilisieren, dass Patienten, die aufgrund von
Osteoporose- oder Tumor-Schäden unter ständigen Schmerzen leiden, in kürzester Zeit
schmerzfrei werden. Dem Patienten wird dabei unter örtlicher Betäubung ein stabilisierender
Zement direkt in den schmerzenden Wirbel gespritzt.
Ein Verfahren, das sehr einfach klinge, so Prof. Dr. Johannes Hierholzer, Chefradiologe am Ernst
Bergmann Klinikum in Potsdam, dessen Erfolg allerdings nicht zuletzt aufgrund der Gefahr
möglicher Schädigungen des zentralen Nervensystems von zwei wichtigen Faktoren abhänge:
von der Zuverlässigkeit des bildgebenden Verfahrens und von sehr guten Instrumenten. Die
Ingenieure von SOMATEX® Medical Technologies entwickelten deshalb spezielle Instrumente, die
ein zielgenaues Einbringen des Zements in den Wirbelkörper ermöglichen und ein sehr genaues
Dosieren erlauben.
Archiv für Rubrik Wissenschaft
"Allein in Deutschland gibt es jedes Jahr 250 000 Wirbelkörperfrakturen", so Prof. Dr. Hierholzer.
Eine der bekanntesten Folgen solcher Wirbeleinbrüche sei der Witwenbuckel. "Wir sind gewohnt,
dass unsere Großeltern mit zunehmendem Alter immer kleiner werden." Ein Phänomen, das
seine Ursache im sogenannten Sintern der Wirbelkörper habe. Mit der ursprünglich in Frankreich
entwickelten Vertebroplastie steht nun auch in Deutschland ein Verfahren zur Verfügung, das
solche Symptome und vor allem auch die damit verbundenen Schmerzen erfolgreich bekämpfen
kann. Selbst für den behandelnden Arzt sei es immer noch erstaunlich, so der Mediziner
Hierholzer, wie Patienten bereits wenige Stunden nach der Anwendung schmerzfrei aufstehen
und sich wieder gerade aufrichten könnten.
Inzwischen wird das Verfahren auch bei akuten Frakturen der Wirbelsäule erfolgreich
angewendet, ebenso auch an Knochen außerhalb der Wirbelsäule, etwa bei geschädigten
Beckenknochen. Neben der rundum positiven medizinischen Bilanz - im vergangenen Jahr
wurden allein in Potsdam rund 100 Patienten erfolgreich mit der Vertebroplastie behandelt, in
diesem Jahr bereits 70 - unterstrich Prof. Dr. Hierholzer vor allem die positiven ökonomischen
Folgen. Mit langfristiger Einsparung teurer Schmerzmittel und deutlicher Reduzierung der
Liegezeiten im Krankenhaus seien auch Krankenkassen schnell von einer Vertebroplastie zu
überzeugen.
Ein Effekt, den auch Innenminister Schönbohm wohlwollend zur Kenntnis nahm. "Es geschieht
sehr viel in kleinen, innovativen Unternehmen," lobte er am Ende seines Besuchs bei SOMATEX® Medical Technologies. Heute habe er den Eindruck gewonnen, dass es kein Mangel gebe an
guten Ideen.
Über SOMATEX®
Die SOMATEX® (R) Medical Technologies GmbH ist ein anerkannter Spezialist für Entwicklung,
Produktion und Vertrieb von hochwertigen medizintechnischen Einmalinstrumenten. Langjährige
Erfahrung und Know-how kombiniert mit einem hohen Innovationsgrad haben SOMATEX® (R)
erfolgreich am Markt etabliert. Neben der Herstellung von Standardinstrumenten spiegelt sich
die Kernkompetenz des Unternehmens primär in der Entwicklung von Spezialprodukten und
kundenspezifischen Neuentwicklungen wieder. So werden in enger Zusammenarbeit mit Ärzten,
Krankenhäusern und Universitätskliniken stetig neue medizinische Therapiekonzepte entwickelt
und in unseren Produkten verwirklicht.
Quelle: Ots |