Die perkutane Vertebroplastie ist ein
minimal-invasives Verfahren zur Linderung
von starken Schmerzen infolge
von Wirbelkörperkompressionsfrakturen.
Das Verfahren wurde beim
Deutschen Röntgenkongress 2003
diskutiert (siehe dazu medicinews
5/2003). Die häufigsten Indikationen
sind schmerzhafte Wirbelkörperfrakturen
bei Osteoporose oder bei Wirbelkörpermetastasen.
Unter computertomographischer
Kontrolle werden
ein oder zwei Spezialkanülen in
den betroffenen Wirbelkörper eingebracht
und Knochenzement injiziert.
Der Spezialzement härtet in kurzer
Zeit aus und gibt dem Wirbelkörper
neue Stabilität. Die meisten Patienten
verspüren unmittelbar nach Abschluss
der Behandlung eine deutliche
Verbesserung, oft verlassen sie
bereits nach wenigen Stunden völlig
schmerzfrei die Klinik.
Die Firma SOMATEX® mit Sitz in Teltow
bei Berlin hat ein System für die
perkutane Vertebroplastie - von den
Spezialnadeln bis zum hochkontrastigen
Knochenzement - entwickelt, das
sich bereits im Klinikeinsatz etabliert
hat. Beim diesjährigen 4. gemeinsamen
Kongress von Österreichischer
und Deutscher Röntgengesellschaft,
an dem 3.420 Ärzte, 2.100 Industriebesucher
und 910 MTRA teilnahmen,
wurde nun das zugehörige CEMENTINJECTION-
SYSTEM (CIS®) vorgestellt.
Das CIS® bringt dem Anwender und
dem Patienten Sicherheitsvorteile:
1. Ergonomische Griffe, die sich drehen
lassen, erleichtern die Injektion
des Knochenzementes. So kann
man ganz individuell, je nach erforderlichem
Winkel und Druck, eine
optimale Applikation durchführen.
2. Die direkte Kraftübertragung vermeidet
unkontrollierte Kräfte am
Wirbelkörper. Sobald der Arzt den
Druck stoppt, hört der Zement auf
zu fließen.
3. Die Hände des Anwenders bleiben
auch unter kontinuierlicher Bildgebung
geschützt außerhalb des
Strahlenganges:Länge und Aufbau
des CIS® sorgen für unmittelbare
Nähe zum Patienten bei größtmöglicher
Entfernung zur Röntgenstrahlung.
Der nächste Workshop »Perkutane
Vertebroplastie/Osteoplastie« findet
am 23.09.2004 im Vorfeld des Symposiums
FISI 2004 in Frankfurt/Main
statt (s. Termine). |