Bei einem Gang durch das Unternehmen lernten die jungen Besucher, was den Beruf eines Ingenieurs und Medizintechnik-Entwicklers ausmacht: Die Suche nach neuen, besseren Lösungen für Instrumente, die Ärzte tagtäglich verwenden. Am Beispiel einiger Entwicklungen von SOMATEX® konnten die Schüler selbst Hand anlegen und experimentell erfahren, welche Probleme im medizinischen Alltag zum Beispiel die traditionelle Methode der Zementinjektion in Wirbelkörper mit sich bringt. Diese Therapie - die sogenannte Vertebroplastie - wird angewendet, um Osteoporose-geschädigte Wirbel zu stabilisieren. Interessiert hörten die Schüler, wie die Ingenieure von SOMATEX® die Probleme lösten und neue Instrumente entwickelten, die den nötigen Kraftaufwand bei der Injektion reduzieren, die Sicherheit der Behandlungsmethode verbessern und Geruchsbelastungen durch den Knochenzement verhindern.
Agata Jaron, Diplom-Ingenieurin und Qualitätsmanagerin bei SOMATEX® , ermutigte besonders die weiblichen Teilnehmer des Zukunftstages, einen technischen Beruf zu ergreifen: „Die meisten Mädchen haben viel zu viel Respekt vor Mathematik. Als ich studierte, waren von 26 Studenten meines Jahrgangs nur drei Frauen.“ Sie selbst sei aber ein gutes Beispiel dafür, dass man die Mathematik in den Griff bekommen könne - ebenso wie es in einem modernen, flexiblen Unternehmen durchaus möglich sei, einen anspruchsvollen Beruf mit einer Familie zu kombinieren, ergänzte die zweifache Mutter.
„Medizintechnik ist eine ausgesprochen zukunftsträchtige Branche“, hatte Frank Kniep, General Manager von SOMATEX® , in seiner Begrüßungsrede am Anfang des Tages geworben. Das liege auch an der Altersentwicklung der Bevölkerung, durch die das Bedürfnis nach intensiver medizinischer Betreuung stets wachse. „3,5 Prozent mehr Arbeitsplätze pro Jahr bietet die Branche allein in Brandenburg“, so Frank Kniep. Auch Thomas Schmidt, Bürgermeister von Teltow, zeigte sich „stolz darauf, dass wir hier eine solche Branche vorzuweisen haben.“ Er appellierte an seine jungen, technikinteressierten Zuhörer, sich bei der späteren Berufswahl in der Region umzusehen: „Das Schlimmste, was uns passieren kann, ist, wenn ihr irgendwohin geht, aber nicht hier bleibt.“ Am Ende des Info-Tages hatte das gemeinsame Werben für die Medizintechnik und die Region gefruchtet. Die Hälfte der jungen Teilnehmer konnte sich vorstellen, später einen Beruf in der Medizintechnik zu ergreifen und - begeistert von den lebhaften Einführungen durch die SOMATEX® -Mitarbeiter - erkundigten sich einige gleich nach Möglichkeiten für Praktika.
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Über SOMATEX®
Die SOMATEX® Medical Technologies GmbH ist Spezialist für die Entwicklung und Produktion minimal invasiver Einmalinstrumente in den Bereichen Tumorablation, Vertebroplastie, Biopsie und Onkologie.
Neben der Herstellung von Standardinstru-menten für diagnostische und therapeutische Verfahren liegt die Kernkompetenz von SOMATEX® in der Entwicklung innovativer Spezialprodukte und neuer Instrumente nach den konkreten Bedürfnissen behandelnder Mediziner. Seit 1992 werden in enger Zusammenarbeit mit Ärzten, Krankenhäusern und Universitätskliniken stetig neue Therapiekonzepte und Produkte entwickelt und verwirklicht. Schwerpunkt sind dabei Verfahren und Instrumente, die minimal invasive Eingriffe unter Einsatz der Magnet-Resonanz-Tomografie ermöglichen. Daneben engagiert sich das Unternehmen seit einigen Jahren verstärkt in der Entwicklung neuer Verfahren und Instrumente zur Behandlung schmerzhafter Wirbelkörperkompressionsfrakturen, etwa bei Osteoporose-Erkrankungen.
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