Die Vertebroplastie ist ein minimal invasives Verfahren, das es ermöglicht, beschädigte Wirbelkörper wieder so zu stabilisieren, dass Patienten, die aufgrund von Osteoporose- oder Tumor-Schäden unter ständigen Schmerzen leiden, in kürzester Zeit schmerzfrei werden. Dem Patienten wird dabei unter örtlicher Betäubung ein stabilisierender Zement direkt in den schmerzenden Wirbel gespritzt.
Ein Verfahren, das sehr einfach klinge, so Prof. Dr. Johannes Hierholzer, Chefradiologe am Ernst Bergmann Klinikum in Potsdam, dessen Erfolg allerdings nicht zuletzt aufgrund der Gefahr möglicher Schädigungen des zentralen Nervensystems von zwei wichtigen Faktoren abhänge: von der Zuverlässigkeit des bildgebenden Verfahrens und von sehr guten Instrumenten. Die Ingenieure von SOMATEX® Medical Technologies entwickelten deshalb spezielle Instrumente, die ein zielgenaues Einbringen des Zements in den Wirbelkörper ermöglichen und ein sehr genaues Dosieren erlauben.
"Allein in Deutschland gibt es jedes Jahr 250 000 Wirbelkörperfrakturen", so Prof. Dr.
Hierholzer.
Eine der bekanntesten Folgen solcher Wirbeleinbrüche sei der Witwenbuckel. "Wir sind gewohnt, dass unsere Großeltern mit zunehmendem Alter immer kleiner werden. " Ein Phänomen, das seine Ursache im sogenannten Sintern der Wirbelkörper habe. Mit der ursprünglich in Frankreich entwickelten Vertebroplastie steht nun auch in Deutschland ein Verfahren zur Verfügung, das solche Symptome und vor allem auch die damit verbundenen Schmerzen erfolgreich bekämpfen kann. Selbst für den behandelnden Arzt sei es immer noch erstaunlich, so der Mediziner Hierholzer, wie Patienten bereits wenige Stunden nach der Anwendung schmerzfrei aufstehen und sich wieder gerade aufrichten könnten.
Inzwischen wird das Verfahren auch bei akuten Frakturen der Wirbelsäule erfolgreich
angewendet, ebenso auch an Knochen außerhalb der Wirbelsäule, etwa bei geschädigten Beckenknochen. Neben der rundum positiven medizinischen Bilanz -
im vergangenen Jahr wurden allein in Potsdam rund 100 Patienten erfolgreich mit der Vertebroplastie behandelt, in diesem Jahr bereits 70 - unterstrich Prof. Dr. Hierholzer vor allem die positiven ökonomischen Folgen. Mit langfristiger Einsparung teurer Schmerzmittel und deutlicher Reduzierung der Liegezeiten im Krankenhaus seien auch Krankenkassen schnell von einer Vertebroplastie zu überzeugen.
Über SOMATEX®
Die SOMATEX® Medical Technologies GmbH ist Spezialist für die Entwicklung und Produktion minimal invasiver Einmalinstrumente in den Bereichen Tumorablation, Vertebroplastie, Biopsie und Onkologie.
Neben der Herstellung von Standardinstru-menten für diagnostische und therapeutische Verfahren liegt die Kernkompetenz von SOMATEX® in der Entwicklung innovativer Spezialprodukte und neuer Instrumente nach den konkreten Bedürfnissen behandelnder Mediziner. Seit 1992 werden in enger Zusammenarbeit mit Ärzten, Krankenhäusern und Universitätskliniken stetig neue Therapiekonzepte und Produkte entwickelt und verwirklicht. Schwerpunkt sind dabei Verfahren und Instrumente, die minimal invasive Eingriffe unter Einsatz der Magnet-Resonanz-Tomografie ermöglichen. Daneben engagiert sich das Unternehmen seit einigen Jahren verstärkt in der Entwicklung neuer Verfahren und Instrumente zur Behandlung schmerzhafter Wirbelkörperkompressionsfrakturen, etwa bei Osteoporose-Erkrankungen.
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