Brandenburgs Innenminister Jörg Schönbohm informiert sich bei der SOMATEX® Medical Technologies GmbH über neue Methode zur Behandlung von Osteoporose-Schäden
Teltow, 15.07.04. Bei einem Besuch der SOMATEX® Medical Technologies GmbH
informierte sich Innenminister Jörg Schönbohm über neue Entwicklungen in der
Medizintechnologie. Frank Kniep, General Manager des Brandenburger Medizin-
technik-Entwicklers, gab einen kurzen Einblick in die umfangreiche Produktpalette
von medizinischen Einmal-Instrumenten und umriss kurz den rasanten Werdegang
des Unternehmens, das 1992 "neben einer Garage im Spreewald" mit der Produktion
von Kanülen begonnen hatte.
Besonders beeindruckt zeigte sich der Minister auf seinem Rundgang durch die
Verwaltungs- und Produktionsräume von der "Vielfalt des Angebots" und von dem
besonderen "Spirit" des mittelständischen Unternehmens. Auch in den Gesprächen
mit den Mitarbeitern von SOMATEX® sei der Wille zur Innovation allgegenwärtig gewesen: "Jeder hier spürt genau, wofür er da ist."
Schwerpunkt des Besuchs des Innenministers war die Präsentation der in Deutschland noch neuen Behandlungsmethode der Vertebroplastie. Dieses minimal invasive Verfahren ermöglicht es, beschädigte Wirbelkörper wieder so zu stabilisieren, dass Patienten, die aufgrund von Osteoporose- oder Tumor-Schäden unter ständigen Schmerzen leiden, in kürzester Zeit schmerzfrei werden. Dem Patienten wird dabei unter örtlicher Betäubung ein stabilisierender Zement direkt in den schmerzenden Wirbel gespritzt.
Ein Verfahren, das sehr einfach klinge, so Prof. Dr. Johannes Hierholzer, Chefradiologe am Ernst Bergmann Klinikum in Potsdam, dessen Erfolg allerdings nicht zuletzt aufgrund der Gefahr möglicher Schädigungen des zentralen Nervensystems von zwei wichtigen Faktoren abhänge: von der Zuverlässigkeit des bildgebenden Verfahrens und von sehr guten Instrumenten. Die Ingenieure von SOMATEX® Medical Technologies entwickelten deshalb spezielle Instrumente, die ein zielgenaues Einbringen des Zements in den Wirbelkörper ermöglichen und ein sehr genaues Dosieren erlauben.
"Allein in Deutschland gibt es jedes Jahr 250 000 Wirbelkörperfrakturen", so Prof. Dr.
Hierholzer.
Eine der bekanntesten Folgen solcher Wirbeleinbrüche sei der Witwenbuckel. "Wir sind gewohnt, dass unsere Großeltern mit zunehmendem Alter immer kleiner werden. " Ein Phänomen, das seine Ursache im sogenannten Sintern der Wirbelkörper habe. Mit der ursprünglich in Frankreich entwickelten Vertebroplastie steht nun auch in Deutschland ein Verfahren zur Verfügung, das solche Symptome und vor allem auch die damit verbundenen Schmerzen erfolgreich bekämpfen kann. Selbst für den behandelnden Arzt sei es immer noch erstaunlich, so der Mediziner Hierholzer, wie Patienten bereits wenige Stunden nach der Anwendung schmerzfrei aufstehen und sich wieder gerade aufrichten könnten.
Inzwischen wird das Verfahren auch bei akuten Frakturen der Wirbelsäule erfolgreich
angewendet, ebenso auch an Knochen außerhalb der Wirbelsäule, etwa bei geschädigten Beckenknochen. Neben der rundum positiven medizinischen Bilanz -
im vergangenen Jahr wurden allein in Potsdam rund 100 Patienten erfolgreich mit der Vertebroplastie behandelt, in diesem Jahr bereits 70 - unterstrich Prof. Dr. Hierholzer vor allem die positiven ökonomischen Folgen. Mit langfristiger Einsparung teurer Schmerzmittel und deutlicher Reduzierung der Liegezeiten im Krankenhaus seien auch Krankenkassen schnell von einer Vertebroplastie zu überzeugen.
Ein Effekt, den auch Innenminister Schönbohm wohlwollend zur Kenntnis nahm. "Es geschieht sehr viel in kleinen, innovativen Unternehmen," lobte er am Ende
seines Besuchs bei SOMATEX® Medical Technologies. Heute habe er den Eindruck
gewonnen, dass es kein Mangel gebe an guten Ideen.
Über SOMATEX®
Die SOMATEX® Medical Technologies GmbH ist Spezialist für die Entwicklung und Produktion minimal invasiver Einmalinstrumente in den Bereichen Tumorablation, Vertebroplastie, Biopsie und Onkologie.
Neben der Herstellung von Standardinstru-menten für diagnostische und therapeutische Verfahren liegt die Kernkompetenz von SOMATEX® in der Entwicklung innovativer Spezialprodukte und neuer Instrumente nach den konkreten Bedürfnissen behandelnder Mediziner. Seit 1992 werden in enger Zusammenarbeit mit Ärzten, Krankenhäusern und Universitätskliniken stetig neue Therapiekonzepte und Produkte entwickelt und verwirklicht. Schwerpunkt sind dabei Verfahren und Instrumente, die minimal invasive Eingriffe unter Einsatz der Magnet-Resonanz-Tomografie ermöglichen. Daneben engagiert sich das Unternehmen seit einigen Jahren verstärkt in der Entwicklung neuer Verfahren und Instrumente zur Behandlung schmerzhafter Wirbelkörperkompressionsfrakturen, etwa bei Osteoporose-Erkrankungen.
Abdruck honorarfrei. Belegexemplar erbeten:
Pressekontakt
unlimited communications berlin
Torsten Krüger
Rosenthalerstr. 40/41
10178 Berlin
Tel. 030 / 280078-63
E-Mail: tkrueger@ucm.de
Kontakt SOMATEX
SOMATEX Medical Technologies GmbH
Anja Schlicht
Rheinstr. 7d
14513 Teltow
Tel +49 (0) 3328 / 30 76-12
E-Mail: a.schlicht@SOMATEX.com
|